Summer Love 1 Rezepte

Julia K. Rodeit

Liebesromane zum Davonträumen ...

Rezepte


Wer mich kennt, weiß, dass ich eine leidenschaftliche Köchin bin und gutes Essen sehr zu schätzen weiß. So finden auch immer wieder tolle Gerichte den Weg in meine Bücher, die thematisch zum Roman oder der Jahreszeit passen. Und natürlich haben auch Helena und Mark auf Mallorca gut gegessen.



Papas arrugadas ...


... sind eigentlich eine kanarische Spezialität . Darüber sehe ich jetzt großzügig hinweg, denn auf Mallorca werden sie ebenfalls serviert und für mich gehören sie einfach zu Spanien. Papas arrugadas sind Runzelkartoffeln in Salzkruste, zu der Mojo-Soßen gereicht werden. Dazu kommen wir aber später.


Der Ursprung dieses Rezepts stammt noch aus der Zeit der Seefahrer, weil Kartoffeln eines der wenigen Nahrungsmittel sind, die in Meerwasser gekocht werden können. Und wenn die Seefahrer etwas im Überfluss hatten, dann das.

Die Kartoffeln werden in eine mit Salz gesättigte Lösung  gegeben (auf einen Liter Wasser sind das 356g Salz) und mit geschlossenem Deckel gar gekocht. Dann nimmt man den Deckel ab und kocht sie noch einmal kurz auf. Anschließend das Wasser abgießen und die Kartoffeln in eine andere Form oder eine Schüssel umfüllen. Beim Trocknen entwickeln sie dann ihre typische Salzkruste.


Dazu reicht man Mojosoßen. Entweder eine grüne (Mojo verde oder Mojo picón) oder eine rote (Mojo rojo oder Mojo picante).

Für die Mojo verde benötigt man eine grüne Paprika-Schote, fein geschnitten, ordentlich Petersilie, Koriander (damit vorsichtig sein, wenn es zu viel wird, schmeckt er penetrant heraus und die Soße wird seifig), Salz, Pfeffer, Thymian und den Hauptbestandteil: Knoblauch. Das dürfen schon 9 Zehen sein, je nach Belieben und Geschmack auch  mehr. All das wird mit 60ml Rotweinessig püriert und anschließend gibt man 150ml gutes Olivenöl dazu. Angedickt wird alles mit Semmelbröseln.


Für die Mojo rojo benötigt man ebenfalls einen Pürierstab und viel Öl. Zunächst werden 1-2 Peperoni (je nach Schärfe und Geschmack) und eine geröstete rote Paprika kleingeschnitten. Dazu kommen 3-4 Knoblauchzehen, etwas Koriander (vorsichtig verwenden!), Kreuzkümmel, Paprikapulver, Salz und Pfeffer. Alles mit 100ml Olivenöl pürieren.

Paella

 

Das ist ein fantastisches Gericht, weil man es so zubereiten kann, wie man es mag. Wer keinen Fisch und keine Shrimps mag, lässt sie einfach weg. Ihr mögt keine Muscheln (so wie ich …)? Weglassen. Es darf gern mehr oder gar nur Hühnchen sein? Auch kein Problem! Ihr bevorzugt die vegetarische Variante? Alles machbar.

 

Eigentlich kommt die Paella aus dem Katalanischen und bedeutet abgeleitet so viel wie „große Platte“. Heute ist es das Nationalgericht der Region Valencia. Aber auch im Rest von Spanien, und somit auch auf Mallorca, findet man diese Reispfanne.

Es gibt, wie gesagt, die verschiedensten Zubereitungsarten. Einig ist man sich jedoch in den drei Grundzutaten: Reis, Safran und Olivenöl. Wobei ich das mit dem Safran gleich relativieren möchte. Safran wird heutzutage kaum noch verwendet, weil es einfach zu teuer ist. Für die typische Farbgebung verwendet man mittlerweile „Colorante“.

Zusammen mit dem Fleisch wird alles angebraten und dann mit der entsprechenden Menge Wasser aufgegossen, was je nach Reisart variiert. Sobald die Paella köchelt, reduziert man die Hitze und wartet, bis das Wasser verdampft ist. Im Anschluss wartet man noch einige Minuten, bis sich am Boden der Pfanne eine Kruste bildet.

 

Ich habe zwei Paellas gemacht. Eine mit Hühnchenfleisch, weil meine Kinder die Pulerei nicht mögen und ich, wie gesagt, keine Muscheln esse, die andere mit Krabben und Muscheln für meinen Mann.  Dazu kommen bei mir Zwiebeln, Knoblauch, Paprika und Erbsen (weil ich vergessen hatte, Bohnen zu kaufen). Im Originalrezept sind außerdem Kaninchenfleisch und Schnecken. Aber wie gesagt, das dürft ihr entscheiden.

 

Das Hühnchen wird in Olivenöl angebraten, anschließend aber aus der Pfanne genommen. Gart es bis zum Schluss mit, wird es trocken. Ich bin ein Freund von exakten Garpunkten und mag es nicht, wenn alles zusammen fertiggemacht wird, was eigentlich unterschiedliche Garpunkte hat.

Für die Paella brauchen wir klassischen Paellareis, den es eigentlich in guten Supermärkten mit entsprechender Auswahl geben sollte. Findet man ihn nicht, kann alternativ Langkornreis verwendet werden. Wiederum wird Olivenöl in der Pfanne erhitzt, darin dünstet man fein geschnittene Zwiebeln und Knoblauch an. Am Ende gibt man den Reis dazu und dünstet ihn kurz mit. Dazu kommen eine Zimtstange, etwas Piment und Chili nach Geschmack und Belieben. Das Ganze mit Weißwein ablöschen und mit der entsprechenden Menge Gemüsefonds, den man zuvor mit Safran (oder Colorante) aufgekocht hat, aufgießen. Die Paella sollte wenig bis nicht umgerührt werden, sonst wird sie breiig.

Nach 10-15 Minuten gibt man Erbsen (und wer mag) Muscheln hinzu. Jetzt muss man nur noch warten, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist. Dann gibt man kurz die Krabben dazu, noch ein wenig gehackte Petersilie, Rosmarin und Zitronenspalten.

Gató de Almendra


Mallorquinischer Mandelkuchen


Wir brauchen:


Fett für die Form (26cm Durchmesser)

8   Eier (Gr. M)

1 Päckchen ­Vanillezucker

250 g  Zucker

300 g  gemahlene Mandeln (ohne Haut)

abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone u. Bio-Orange

1 TL  Zimt

Puderzucker zum Bestäuben


Backofen auf 175°C (Umluft 150°C) vorheizen.


Zunächst werden die Eier getrennt. Eigelb, Vanillezucker und Zucker cremig rühren. Anschließend gemahlene Mandeln, Zitronen- und Orangenschale und Zimt unterrühren. Danach das steif geschlagene Eiweiß unterheben.

Die Mandelmasse in die gefettete Form streichen und im vorgeheizten Backofen 50–60 Minuten backen. Nach ca. 50 Minuten mit einem Holzspieß prüfen, ob der Teig durchgebacken ist. Eventuell noch etwas weiter backen. Nicht länger allerdings als 5 bis höchstens 10 Minuten, sonst wird der Kuchen trocken.

Falls der Kuchen schon zu braun ist, in den letzten 10 Minuten mit Alufolie abdecken,  sonst bekommt ihr am Ende Holzkohle ;)

Den fertigen Kuchen vorsichtig aus der Form nehmen und auskühlen lassen. Wenn er abgekühlt ist, mit Puderzucker bestäuben.